12.02.2015 / Beelitz
 

Innehalten am Jahresbeginn

Eine Turnhalle für Fichtenwalde, eine neue Stützpunktfeuerwehr für Beelitz, Festspiele im Sommer und die Bewerbung um die nächste Landesgartenschau: Die Spargelstadt Beelitz hat sich Einiges vorgenommen für dieses Jahr. Dass man dabei auf eine breite Unterstützung setzen kann, wurde beim Jahresempfang am Donnerstagabend deutlich: Knapp 300 Gäste waren der Einladung von Stadtverordnetenvorsteherin Kathrin Wiencek und Bürgermeister Bernhard Knuth gefolgt.

Gemeinsam feierte man die bisherigen Erfolge und nahm die nächten Vorhaben ins Visier. Mit dabei waren Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD), Potsdam-Mittelmarks Vize-Landrat Christian Stein (CDU), die Bürgermeister von Werder (Havel), Seddiner See und Michendorf sowie zahlreiche Akteure aus der Stadt Beelitz. Und es kamen Künstler wie die Entertainerin Dagmar Frederic, Kabarettistin Andrea Meissner sowie die Akteure der nächsten Beelitzer Festspiele um Regisseur Peter Fabers, Schauspielerin Uta Schorn und Sängerin Eva-Maria Pieckert nach Beelitz.

Erstmals seit Langem fand der Empfang nicht gemeinsam mit der Bundeswehr im Casino in der Zietenkaserne, sondern im Tiedemannsaal statt. Das Beelitzer Logistikbataillon 172 befindet sich derzeit im Einsatz – im Kosovo, in Mali, in der Türkei und demnächst auch wieder in Afghanistan. „Es wird immer schwieriger, diese Welt im Gleichgewicht zu halten. Unsere Soldaten leisten dafür täglich gewaltige Anstrengungen“, würdigte Bürgermeister Knuth deren Arbeit. Man müsse sich immer wieder klar machen, dass die weltweiten Konflikte weltweite Konsequenzen nach sich zögen – auch für Deutschland, auch für Brandenburg und sogar für Beelitz.

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, all jenen zu danken, welche die Stadt in den vergangenen Monaten zur Seite gestanden und sie täglich in Bewegung gehalten haben: Spargelbauern, Unternehmen, Vereine, Feuerwehr, Polizei, Kulturschaffende, Stadtplaner, Kitas, Schulen und wichtige Entscheider auf Kreis- und Landesebene. Nur durch deren breite Unterstützung seien Sanierungs- und Infrastrukturprojekte wie der Kita-Anbau in Fichtenwalde und die Ortskernsanierung in Reesdorf oder Veranstaltungen wie das Spargelfest mit über 30 000 Besucher im vergangenen Jahr möglich gewesen.

In 2014 habe es viele große Erfolge gegeben - wie der zweite Platz beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ für Wittbrietzen, wie der Aufstieg der Beelitzer Fußballerinnen in die Regionalliga oder die Eröffnung der neuen Ausstellung zur Beelitzer Postgeschichte. Und es habe viele kleine Erfolge gegeben: 81 Beelitzer Paare sind Eltern geworden, 114 Kinder im Stadtgebiet hielten im September ihre Schultüte in den Händen, 64 Beelitzer haben den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und ein Gewerbe angemeldet. Allerdings gab es auch schlechte Nachrichten: Dazu zähle der Beschluss des neuen Regionalplanes, der auf dem Beelitzer Stadtgebiet 1700 Hektar Windkrafteignungsfläche ausweist.

Bernhard Knuth würdigte in seiner Ansprache auch besonders verdiente Beelitzer, zum Beispiel Siegfried Sagert, der nach 49 Jahren als – zuletzt ehrenamtlicher – Bürgermeister von Schäpe im Sommer sein Amt abgab. Oder Ellen Wisniewski, die mit 88 Jahren nicht nur wieder Ortsvorsteherin von Zauchwitz geworden ist, sondern auch Stadtverordnete und Vorsitzende der Verbandsversammlung beim WAZ Nieplitz. Ein Dank ging auch an Stephanie Bathe: Die Soldatin war als Spargelkönigin zwölf Monate für die Stadt im Einsatz. Die persönliche Konsequenz für sie: Sie wolle demnächst nach Beelitz ziehen, kündigte sie an.

Beim Jahresempfang wurde dann auch eine neue Tradition geboren: Mit Jutta Bellin (CDU) war eine Ortsvorsteherin gebeten worden, ihre Sicht auf die Entwicklung von Beelitz zu schildern. Sie äußerte ihre Begeisterung über die Arbeit der Feuerwehren in Sachen Nachwuchsförderung. Zum zweiten Mal fand im vergangenen Jahr das Stadtjugendzeltlager in ihrem Ortsteil Salzbrunn statt. „In Zeiten, wo man sich immer mehr auf die freiwilligen Feuerwehren verlässt, kann die Anerkennung gar nicht groß genug sein“, sagte sie. Frau Bellin mahnte an, das gute Miteinander in der Stadt zu bewahren, vor allem zwischen den Generationen. „Bei Festen in unserem Ort feiern Alt und Jung gemeinsam, und auch in Beelitz insgesamt gibt es viele Begegnungen.“ Sie nannte die Kita Sonnenschein in der Nürnbergstraße als Beispiel, die viel mit dem benachbarten Seniorenzentrum unternehme.

Die Bilanz des Abends: Vonseiten der Gäste wurden die angenehme Atmosphäre und der würdige Rahmen gelobt. Ein Abend, der als kurzes Innehalten diente, bevor es nun mit voller Kraft im längst begonnenen Jahr weitergeht.

 
Text - Bilddatei  © Thomas Lähns - Pressesprecher Stadt Beelitz

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