25.09.2014 / Beelitz
 
Startschuss für Umrüstung der Beelitzer Straßenbeleuchtung auf LED

alter Leuchtkopf runter, neuer Leuchtkopf rauf, Kabel angeklemmt - und weiter geht’s: Die Mitarbeiter der Elektro Bau Beelitz GmbH leisten zurzeit Akkordarbeit im Wohngebiet Am Kiefernwald. Bis Ende der Woche sollen hier 170 Straßenlaternen von Natriumdampf- und Quecksilberlampen auf moderne LED-Technologie umgerüstet werden. Das ist nur der Anfang: Im gesamten Beelitz Stadtgebiet werden mittelfristig knapp tausend Leuchten modernisiert.

Mit diesem Projekt, für das die Stadt erst kürzlich mit dem Agenda-Preis des Landkreises Potsdam-Mittelmark ausgezeichnet worden ist, wird Beelitz langfristig Kosten sparen: Die ausgewählten Gebiete – darunter auch die Beelitzer Altstadt sowie mehrere Straßen in Fichtenwalde - machen derzeit ein Drittel der Kosten für die gesamte Straßenbeleuchtung aus. Deren Verbrauch wird nun um bis zu 70 Prozent gesenkt. In Zahlen bedeutet das: Rund 58 000 Euro stehen am Jahresende weniger auf der Edis-Rechnung. Die Umwelt wird dabei auch noch geschont: Laut Berechnungen des Berliner Ingenieurbüros W.E.N. Consulting, welches das Projekt mit der Stadtverwaltung umsetzt, werden 118 Tonnen Kohlendioxid jährlich vermieden.

Für die Umrüstung hat die Stadt 580 000 Euro eingeplant. Gedeckt werden diese aus einem verbilligten KfW-Kredit sowie einer 20-prozentigen Förderung durch das Bundes-Umweltministerium. Nach Abzug der Tilgungsraten spart die Stadt immer noch unterm Strich bis zu 25 000 Euro pro Jahr ein. Fördermittel sind bereits für das Wohngebiet An der Bahn in Beelitz Heilstätten (48 Leuchten) sowie für die Beelitzer Altstadt (177 Leuchten) bewilligt worden. Noch im Herbst soll dort ebenfalls umgerüstet werden.

„Die Stadt Beelitz zeigt beispielhaft, wie es gelingen kann, die Ziele der Bundesrepublik im energetischen Bereich für die Entwicklung der Gemeinde zu nutzen“, heißt es vonseiten des Landkreises, welcher das Beelitzer LED-Projekt auf Platz zwei beim Agenda-Wettbewerb gewählt hatte. Für Bürgermeister Bernhard Knuth ist die Auszeichnung „eine tolle Anerkennung“: „Sie ermutigt uns, Themen wie Energieeffizienz und –einsparung konsequent weiter zu verfolgen“, sagte er nach der Preisverleihung.

Weitere Bereiche, in denen Beelitz auf Grün setzt, sind die Elektromobilität – erst kürzlich wurde ein Elektroauto für den Verwaltungsfuhrpark angeschafft – sowie die energetische Sanierung von Gebäuden, die seit Jahren umgesetzt wird. Erst im Sommer ist die Solar-Oberschule im östlichen Gebäudeflügel kernsaniert worden, der Rest folgt im Herbst und im kommenden Jahr. Auch das Thema Sonnenenergie spielt eine große Rolle: Mittlerweile stellt die Stadt die Dächer von zehn kommunalen Gebäuden für Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung. Die Gesamtzahl der Solaranlagen im Stadtgebiet liegt mittlerweile bei über Hundert.
  
Text / Bilddatei  - Thomas Lähns Pressesprecher Stadt Beelitz 

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