14.09.2014 / Beelitz
 
Auszeichnung für Umrüstung der Straßenlampen auf LED

Die Umrüstung der Beelitzer Straßenbeleuchtung auf LED ist jetzt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark prämiert worden: Beim Agenda-21-Wettbewerb hat die Stadt den zweiten Platz belegt. Der Agenda-Preis wird jährlich für Innovationen im Bereich erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe vergeben. In diesem Jahr hatten sich zehn Teilnehmer beworben, darunter Unternehmen, Vereine, Kommunen und Privatleute. Der zweite Platz ist mit 1300 Euro dotiert.

Der erste Preis ging nach Stahnsdorf an die Energiegenossenschaft Bäketal für die Errichtung eines Solar-Eisspeichers, den dritten Platz teilen sich zwei private Teilnehmer. Die Wahl hat der Kreis-Ausschuss für Bauen, Umwelt und Landwirtschaft getroffen, die 12 Mitglieder hatten jeweils 6 Punkte zu vergeben. Das Beelitzer Projekt erreichte 12, das Stahnsdorfer insgesamt 16.

Die Spargelstadt hat seit Anfang 2013 die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in weiträumigen Bereichen auf moderne LED-Technologie vorbereitet. Mittlerweile wurden dafür die ersten Fördermittel bewilligt. In den Wohngebieten An der Bahn in Beelitz Heilstätten und Kiefernwald in Beelitz sollen noch in diesem Monat die neuen Module eingebaut werden. Im Spätherbst folgt dann die Umrüstung in der Altstadt. Weitere Gebiete, die mittelfristig mit LED beleuchtet werden sollen, sind das Neubaugebiet in Fichtenwalde sowie die Berliner Allee. Auch in Rieben und Buchholz ist die Umstellung geplant.

Insgesamt geht es um 964 Straßenlampen, die derzeit fast ein Drittel des Stromverbrauches der Straßenbeleuchtung in Beelitz ausmachen. Im Rahmen des Projektes werden entweder die Module oder nur die Leuchtköpfe ausgetauscht. Dafür sind Investitionskosten in Höhe von 580 000 Euro eingeplant - die zu 20 Prozent durch Fördermittel und zu 80 Prozent aus einem zinsverbilligten KfW-Kredit finanziert werden. Mit dem Projekt soll der Stromverbrauch in den einzelnen Gebieten um bis zu 70 Prozent gesenkt werden, auf diesem Wege werden 118 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden. Dadurch sinken auch die Stromkosten: Brutto kann die Stadt so 58 000 Euro pro Jahr sparen. Rechnet man die Tilgung des Kredites gegen, so bleibt immer noch ein jährliches Plus von bis zu 25 000 Euro.

„Diese Auszeichnung ist eine tolle Anerkennung“, erklärte Bürgermeister Bernhard Knuth anlässlich der Preisverleihung beim Flämingmarkt in Cammer am Samstag. „Sie ermutigt uns auch, weiterhin Themen wie Energieeffizienz konsequent zu verfolgen. Dazu gehört der Einbau von LED-Beleuch-tung auch in unseren Gebäuden wie dem Gymnasium und der Oberschule - verbunden mit Bewegungsmeldern, damit das Licht nur brennt, wenn jemand im Raum ist. Für die Altstadt wird ein umfassendes stromsparendes Beleuchtungskonzept umgesetzt. Auch die Umrüstung unseres Fuhrparks auf Elektro-Fahrzeuge gehört zu den Initiativen, ebenso wie die Nutzung kommunaler Dächer für Photovoltaikanlagen. Mittlerweile wird auf zehn unserer Gebäude Sonnenstrom gewonnen.“
  
Text / Bilddatei  - Thomas Lähns Pressesprecher Stadt Beelitz 

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