14.09.2014 / Beelitz
 
Familien-Kiez in Feierlaune

Moderate Mieten, eine gute Nahversorgung und Schule und Kita direkt vor der Tür: Das Beelitzer Platanenquartier hat sich längst zu einem beliebten Wohngebiet für junge Familien, Singles und Senioren entwickelt. Vor gut sechs Jahren hatte die Schweizer „Patrimonium Real Estate Advisors AG“ knapp die Hälfte der insgesamt 800 Wohnungen im Beelitzer Neubaugebiet übernommen und Stück für Stück modernisiert. Es hat sich gelohnt: „Damals hatten wir hier 32 Prozent Leerstand, heute sind es nur noch 6,5“, sagt José Plasencia, Prokurist bei der Berliner RBB Immobilien-Verwaltungs-GmbH, welche die Einheiten betreut.

Dass Menschen hier nicht nur nebeneinander wohnen, sondern auch miteinander leben, zeigte sich am Freitag zum Platanenfest, welches Eigentümergesellschaft, Wohnungsverwaltung und die Stadt Beelitz einmal im Jahr organisieren. Bei Bier und Bratwurst kamen die Nachbarn ins Gespräch, es gab Musik und Unterhaltung im Festzelt. Für die Kinder wurde eine Hüpfburg aufgebaut, die Mutigen konnten sich auch an der Kletterwand oder beim Sumo-Ringen versuchen. „Dass ein Investor Wohnungen saniert und vermietet ist alltäglich“, so Bürgermeister Bernhard Knuth. „Dass er aber wie hier einen ganzen Kiez mit Leben füllt, das verdient höchste Anerkennung.“ Auch Ortsvorsteherin Karin Höpfner lobte das Engagement, das für eine lebendige Nachbarschaft sorge. Neben Veranstaltungen wie dem Platanenfest gibt es auch eine enge Zusammenarbeit mit der Kita und mehreren Beelitzer Vereinen. Am Freitag waren die Bushido Karate-Kids und die Wuselfüße der SG Beelitz vor Ort und gestalteten das Programm mit.

Mit dem niedrigen Leerstand hat das Platanenquartier mittlerweile Potsdamer Niveau erreicht – mit den Preisen indes nicht. „Viele ziehen aus der Landeshauptstadt zu uns, weil es hier preiswert ist und weil das Umfeld stimmt, erklärte José Plasencia. So kostet eine Einraumwohnung im Platanenquartier im Schnitt 300 Euro, eine Dreiraumwohnung sei für 580 Euro zu haben – wohlgemerkt warm. Trotzdem genügen die Wohnungen auch gehobenen Ansprüchen: Das Mehrfamilienhaus in der Virchowstraße ist mit Außenfahrstühlen ausgestattet worden, wodurch diese Wohnungen vor allem für Senioren attraktiv sind. Außerdem ist ein Hausmeister direkt vor Ort. „Im Innern sind zum Teil völlig neue Grundrisse entstanden. Man erkennt die Herkunft des Hauses nicht mehr wieder“, so der Prokurist weiter.

Das Platanenquartier wurde in den 1980er Jahren vor allem für NVA-Angehörige und ihre Familien errichtet. Nach der Wende zog es viele ins Eigenheim, das Wohnen in der „Platte“ war kaum noch attraktiv. Davon ist heute nichts mehr zu spüren: Neben Alteingesessenen leben im Platanenquartier auch viele junge Menschen, die eine Ausbildung in Beelitz und Umgebung machen. „Der Mix der Generationen ist ganz entscheidend für ein gutes Zusammenleben“, so José Plasencia. Und das sei hier gegeben.
  
Text / Bilddatei  - Thomas Lähns Pressesprecher Stadt Beelitz 

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