08.09.2014 / Beelitz
 
Unter Strom unterwegs - Neues Elektroauto für die Stadtverwaltung Beelitz


Es ist wendig, komfortabel - und produziert selbst kein Gramm CO²: Die Stadtverwaltung Beelitz hat jetzt ein Elektroauto für ihren Fuhrpark angeschafft. Der Renault Zoé war bereits vor zwei Wochen vom Beelitzer Autohaus Schneider geliefert worden, allerdings hatte ihm die Werbefirma von Günter Schumach noch den letzten Schliff verpasst: Auf den Seiten und dem Heck prangen jetzt das Stadtlogo, eine kleine Steckdose und der Hinweis, dass dieses Auto zu hundert Prozent elektrisch fährt.

„Wir wollen zeigen, dass Elektrofahrzeuge eine ernsthafte Alternative zum herkömmlichen Auto sind“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth, der das Auto heute mit Hauptamtsleiterin Dörthe Kiesel in Empfang genommen hat. „Sie schonen die Umwelt und langfristig auch den Geldbeutel, denn zum Einen muss man keinen Treibstoff zahlen und zum Anderen fallen hier reparaturanfällige Teile weg.“ Zündkerzen, Auspuff, Vergaser, Ölfilter – all das braucht man in einem Elektroauto nicht mehr.

Die Stadtverwaltung hatte bereits im vergangenen Jahr verschiedene Modelle getestet. Der Renault Zoé mit einer Leistung von 43 KW und 130 Kilometern Reichweite pro Batterieladung erwies sich am tauglichsten für Dienstfahrten der Verwaltungsmitarbeiter. Der Kofferraum bietet ordentlich Platz und der Wagen verfügt über Navigationsgerät, Klimaanlage und vielen weiteren Standards. Der Akku - teuerstes Element eines Elektroautos - ist geleast und kann nach Ende der Lebensdauer ersetzt werden. Aufgeladen wird das Auto an einer Stromzapfdose direkt am Rathaus.

„Elektroautos sind im Kommen“, sagt auch Sylke Lietz vom Autohaus Schneider. Im Moment würden vor allem Behörden und Unternehmen solche Fahrzeuge anschaffen, das Interesse steige aber auch bei Privatleuten. „Wir sind in Beelitz dicht genug an den größeren Städten, sodass Elektrofahrzeuge vor allem für Pendler attraktiv werden.“ Das Autohaus hat selbst einen Elektro-Transporter in Gebrauch, mit dem man zum Beispiel Ersatzteile vom Händler holt, wie Inhaber Martin Lietz erklärte. Auf der Windschutzscheibe prangt der selbstironische Spruch: „Dieses Auto macht die Werkstatt arm. Wir kümmern uns trotzdem darum“.

Den Trend zur Elektromobilität erkennt man in Beelitz auch an der guten Nutzung der Stromzapfsäule vor der Tourist-Info: Im Mai in Betrieb gegangen wird sie von mehreren Autofahrern pro Woche genutzt. Die Ladezeit überbrücken sie mit einem Einkaufsbummel, einem Kaffee oder einem Stadtspaziergang. Seit Juni gibt es das Internetportal badenundladen.de im Internet, auf dem alle Stromzapfsäulen im Land und die touristischen Angebote drumherum verzeichnet sind, so auch die Beelitzer.

Im Rathaus gehen indes die Überlegungen weiter, wie man den Fuhrpark Stück für Stück umrüsten kann. So könnten als Nächstes drei E-Bikes angeschafft werden – für kürzere Touren der Verwaltungsmitarbeiter im Stadtgebiet.

Text - Bilddatei  - Thomas Lähns Pressesprecher Stadt Beelitz

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